Sonntag, 26. Januar 2014

Exkurs Tag 10: Währenddessen auf dem Tauchboot

Während meiner Nicht-Teleportation auf dem Boot:

Nachdem wir wie beschrieben, diesen Morgen die Küstenstraße schon mehrfach auf und abgefahren waren, kamen wir um kurz vor zehn in dem kleinen Fischerdorf Bouliante an. Es liegt in einer Bucht, vor ihr in etwa 1,5km Entfernung die Pigeon Inseln.

Die Auswahl der Tauchexkursanbieter war groß, der Parkplatz voll, viel Gewimmel. Wir hatten anhand von Flyern schon einen favorisierten Anbieter herausgesucht, dessen kleine Holzbude war jedoch nicht besetzt, also gingen wir zu der nächsten sympathischen. Die junge Dame darin sprach wiedereinmal kein Englisch, führte mich jedoch direkt zu dem dazugehörigen Tauchshop am Wasser. Eine junge Engländerin, die dort arbeitete, sorgte für Verständigung. Als sie mir den täglichen Tauchplan erläuterte und ich auf die Uhr schaute, kam eins zum anderen: kurz vor zehn, super! Ich konnte mich noch kurzfristig einer Tauchgruppe zu den Pigeon Inseln anschließen.

Anfangs schien mir alles sehr organisiert: sofort stand eine Tauchflasche mit Jacket für mich bereit, Flossen wurden gebracht und anprobiert. Dann wurde ich zum Boot geschickt. Am Pier lagen Mehrere. Auf die Frage, welches es genau sei: good question! Eine freundliche Französin brachte mich draufhin zu einem Schlauchboot mit Außenbordmotor und einem Sonnendach. An Bord wollte ich wissen wo das Equipment verstaut wird, wieder die Antwort: good question, i never was on this boat before. ok.

Nach und nach trafen die Tauchcompadres ein: zwei Masterdiver, die jeweils aussahen, wie die jüngeren unehelichen Brüder von Gerald Depardieu, zwei Familien mit insgesamt drei etwa zehnjährigen Kindern, zwei älteren Damen, ein Päärchen und schließlich ca. Mittefünfziger mit interessanten Zähnen und längeren grauen Haaren. Er setzte sich sofort an das Steuerrad.

Unsere Namen wurden zwecks Vollständigkeit gecheckt und los gehts!

Wir fuhren sehr gemütlich, bzw. langsam. Trotzdem ging dem Motor kurz vor Erreichen der kleinen Inseln der Sprit aus. Das kam für den Kapitän sicher überraschend, denn die Tankanzeige war seit der Abfahrt auf Null.  Die beiden Departieus kramten daraufhin eifrig in einer großen Box am Heck des Bootes, darin war noch ein Benzinkanister hingelaufen. Die Strömung trieb das Schlauchboot immer näher an die, der Insel vorgelagerten Felsen. Nach etwa 10min lief der Motor wieder - Problem gelöst, Heckbox kann wieder mit ihrem großen Deckel verschossen werden, wenn....ja wenn nicht eines der Kinder seinen Ellenbogen darauf abgelegt hätte, welcher nun einen heftigen Schlag vom herunter eilenden Deckel erhielt. Trotz großer Schmerzen, die das junge Gesicht erkennen ließen ,kam kein Schrei von Achtern. Tapfer Tapfer.Ab ins Wasser! Das Tauchen war eher unspektakulär, außer das unser Tauchguide, der Kapitän mit den lustigen Zähnen, mit großer Zielsicherheit an den Highlights des Tauchgangs vorbei schwamm, und sie erst nach intensiven Hinweisen der anderen Drei Taucher wahrnahm.

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