Dienstag, 21. Januar 2014

Tag 5: Ein Stück Wernigerode in der Karibik

Heute wieder pünktlich um 7 Uhr aufgestanden und mit dem kleinen Kolibrifreund gefrühstückt. Irgendwie haben wir dann so lange gebummelt, bis eine kleine Husche kam. Die bisher erste im Urlaub und sie dauert ca 13 Minuten :-) Gut, dass ich vorher die Wäsche aufgehangen habe :-p

Verrückterweise brachte die erste Husche, auch die erste Schnecke mit sich. Der kleine Kumpel und seine kleinen Schneckenfreunde versuchten nach dem Regen eine Palme zu erklimmen. Ob die sich vor dem üppigen Regenguß schützen wollten, oder da oben gemeinsam eine Kokosnuss zu Fall bringen? Wer weiß, wir wollten ja noch was anderes tun, als das Tagwerk von ca 25-28 Schnecken begreifen. Interessiert hätte es mich aber irgendwie schon.



Eigentlich wollten wir heute in die zwei Museen, die ich ins Auge gefasst hatte. Erstmal war uns aber doch nach Strand. Wir haben nämlich einen direkt hinter der Haustür, den wir noch gar nicht richtig ausgekundschaftet haben. Außerdem ist auch gleich nebenan, das wohl exklusive Club Mediteran Hotel Dingelchen. Da soll es auch ganz hinreißend sein. Auf dem Weg (Weg ist hier ein kurzes Wort, es ist quasi im Sichtweite zu unserem Garten) wurde uns dann schnell klar, dass der Strand hinter dem Haus, der Strand war, den wir besucht hatten, als wir zwischen erster Übernachtung und Wohnungsübergabe durch Sainte-Anne geturtelt sind.


Also weiter, uns stand der Sinn nach etwas Neuem. Der Club Med Strand war durch eine Drehtür Gatter-Eisen-Anlage über einen Trampelpfad zu erreichen. Fühlt sich irgendwie illegal an, es strömten aber für lokale Verhältnisse viele Menschen dorthin, also nichts wie durch. Der Strand konnte auf jeden Fall etwas. Feiner Sand, riesige Palmen und WIND: Das lag jetzt nicht direkt am Strand, aber WIND!


 
Nach ner kleinen Runde schnorcheln und 20 Seiten im Buch, beschlossen wir dann lieber etwas noch abenteuerliches zu unternehmen, als uns hier rein zu schleichen. Auf der Karte von Guadeloupe war schnell ein kleiner Strand an einer kleinen Bucht in einer dörflichen Gegend ausgemacht, der sicher keine Zäune und Gater braucht um alles schön zu halten. Perfekterweise lag der Strand auch auf dem Weg zum Museum Edgard Clerk.

Das obligatorische zweite Frühstück:Frische Crossoints


Die Strecke fuhr sich ganz gut. An dieser Stelle ein Hoch auf das tapfere kleine Navigationsgerät, dass sogar sämtliche Trampelpfade von Guadeloupe kennt.


Endlich angekommen, wurde das Anti-Auto Pro-Naturschutzgebiet von uns penibel beachtet und dem Weg zum Anse d´Eau stand nichts mehr im Wege. Die Franzosen mögen das Zeichen nicht so.
Im Grunde war es nur eine kleine Badebucht, aber der Weg dorthin auf den Schotterpisten, vorbei an Kühen, die mit kleinen Vögeln zusammen grasen und immer wieder der heranrasende Gegenverkehr, machten die Fahrt zu solch einer Expedition, dass der kleine Strand wie ein Schatz wirkte.
Es gab Schatten, feinen Sand und viel zu entdecken. Vielleicht waren hier noch zehn andere Leute. Anscheinend gehört die Taucherbrille und der Schnorchel hier wirklich zum guten Ton.






Unter Wasser hab ich zum ersten Mal richtig viele bunte Fische gesehen. Gelbe kleine, große hellblaue und welche mit leuchtenden Streifen. Anzahl der fiesen Seeigel: =0. Anzahl der Mal, bei denen ich dachte "Gleich kommt ein Hai= 2. Weder Hai noch Haichen. Alles gut.

Nach dem Stranden war es dann auch irgendwie schon 15 Uhr geworden. Höchste Zeit ins Museum zu fahren. Dort ging es zum besagten Edgard Clerk (kurz hinter Le Moule), der anscheinend irgendwas ausgraben hat und allgemein um die Ureinwohner der Karibik und sowas. Total niedlich gemacht, kostete Null Euro. Das wir kein französisch sprechen hat weder die Frau noch den Mann am Eingang gestört. Zum zweiten Mal in diesem Urlaub wurde geraten, dass wir aus der Schweiz kommen.



Spontanerweise sind wir dann auch noch in die Distillerie hinter Le Moule gefahren. Hier wird der von mir so geliebte Zuckerrohrschnaps hergestellt, der quasi die Hauptzutat für meinen Punch ist (Das klingt versoffener als es ist! Ich schöööwööööörrreee). Man konnte die ganze Distillerie durchwandern, die einzelnen Stationen wurden -leider nur auf französisch- erklärt. Wir haben uns den größten Teil dann zusammengereimt, aus dem was wir sahen, dem was mal in Physik erzählt wurde und der Rest war eh nicht wichtig.


Bis in die Karibik, good old Wernigerode!


Es roch ziemlich krass. Erst nach Schmiere und Maschinen und alten Garagen. Dann ziemlich nach Zucker, wegen dem Zuckerrohr, das zerhäckselt wird und dann nach Schnaps. Ich bin immer noch betrunken vom inhalieren beim durchgehen. Und ich schwöööhöööreee ich habe nicht mehr oder tiefer geatmet als gewöhnlich, als es an den riesigen Dampf-Kesseln vorbei ging :-)))))

So. Nun ist es 19 Uhr und wir werden noch nen kleinen Abstecher in die Bar hinter dem Haus machen, die haben wir heute nämlich zufällig auch entdeckt.

Guten Abend mein kleines französisches Inselchen. Tief im Herz!


























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