Samstag, 25. Januar 2014

Tag 8: Fische essen keine Erde, nicht mal Sand

Der achte Tag! Mannomann! Erstmal vorab: falls es hier immer mal wieder "w"s gibt, die fehlen... meine Tastatur mag das nicht mehr so richtig. Sop! Nicht, dass ihr denkt ich bin zu blöd oder (w)ahleise zu faul oder so ;-)

Geschlafen haben wir super, die nächtliche Runde im Pool hat gut getan (Nächtlich ist ein großes Wort- 19 Uhr ist hier halt schon Feierabend mit der Welt :-)) Der kleine Bungalow in unserem Hotel kann wirklich was! Am meisten fällt mir auf wie sauber alles ist und wie geordnet und wie schick, der Bungalow ist größer als meine Wohnung und die Dusche mit den bunten Fliesen ein Traum.

Nichtsdestotrotz klingelt der Wecker erbarmungslos um 7 Uhr und wir sollten uns auf den Weg zurück auf anderen Inselteil Grande Terre machen und mal wieder den Versuch anzutreten, an der ECO-Tour vom Aquarium teilzunehmen. Während eines Halbtagesausfluges mit dem Boot (max. 12 Leute) fährt man durch die Mangroven, eine Lagune und schnorchelt im Korallenriff. Beim letzten Mal war das mit dem Datum ja nicht ganz so klar, diesmal war das mit dem Stau nichts ganz so klar :-) Nur leicht verspätet kamen wir und wurden gleich mit Namen begrüßt, ab durch die geheime Hintertür von der Aquariumskasse und rein in den Neoprenanzug! Schnorchel und Taucherbrille geschnappt, Flossen anprobiert und rauf auf das einmotorige Boot. Wieder waren ein paar Adventure-Eltern mit nem 2-jährigen dabei. Das fing aber nicht andauernd an zu weinen, wenn das Boot beschleunigte, sondern schlief tapfer ein!

Erwartungsgemäß waren wir wieder die einzigen Nichtfranzosen, unerwarteterweise hatten konnte uns die nette Barbara, die sich als Kapitäna herausstellte in verständlichem Englisch erklären, was organisatorisch zu beachten ist. Eine kleine Hilfskapitäna gab es auch. Au´ch wenn sie anscheinend nicht so viel machen durfte. Unermüdlich suchten wir Equipment, dass auch auf meinen kleinen Kopf passt und alle waren echt am schauen, dass sich jeder wohl fühlte.

Dann tuckerten wir los und Barbara stand auf der Bootskiste und erklärte die verschiedensten Sachen zum Naturschutzgebiet und über die Insel während sie fachmännisch das Boot lenkte. Tolle Kapitäna, total tough und energisch und in ihrem Element. Wir mussten dann vor zur Kapitäna, damit sie nicht immer gegen den Wind, noch die englische Übersetzung über das Gebrüll des Motors hinweg rufen musste. War ein bissel wie vorne beim Busfahrer sitzen. Wurde dann aber zum Segen, als wir wirklich schnell fuhren und die französische Schnecke, die sich meinen Platz geschnappt hat, von oben bis unten, vor allem im Gesicht und den Augen voller Meerwasser war.

Die erste Station war die Fahrt durch den Mangrovenwald. Verrückte Bäume, die im Wasser wohnen und deren Wurzel gruselig aussehen. Die Äste hängen runter und sehen an den Stellen, wo die Samen sind, aus wie Harry Potter Zauberstäbe. Die Kapitäna missverstand meine Geste allerdings und dachte ich will es als Peitsche benutzten, große Erklärungsnot, dass ich wirklich nur an einen Zauberstab gedacht habe.... nicht so lustig.

Irgendwann nach vielen Infos und geduldiger Übersetzung kamen wir in die Lagune und sollten gemeinsam zum Riff schwimmen. Hier stellte sich heraus, dass die geduldige Suche nach richtiger Brille und Flossen egal war. Unser Zeug hatte sich einfach jemand geschnappt. Auch meine Flossen in mini und meine Brille in Kindergröße. Alles aber nichts unlösbar und innerhalb von 12 Minuten waren wir im Wasser und schwammen 100 Meter zum Riff. Was dann kam, war wirklich das Aufstehen und die 60 Euro wert, eine lebendige, Labyrinthartige Korallenlandschaft voller Fische und großer Rochen. Absolut sehenswert und besser als jedes Aquarium. Nach 45 Minuten schwammen wir wieder zum Boot. Der Ausflug war echt top organisiert. Barbara ist nämlich die absolute Schnorchelqueen. Mit der Unterwasserkamera machte sie Fotos, sie hielt die Gruppe zusammen, zeigte uns die Rochen und zog die ganze Zeit zwei kleine Minischlauchboote, falls mal wer müde ist oder Problem mit der Maske bekommt.

Super Erfahrung, Aquarium ist ein kleines Wort und Schnorcheln ein großes. I am in love!

Halb zwei waren wir wieder zurück und fuhren wieder richtig neuem Lieblingszuhause um was leckeres zum Mittag zu machen. Das Wetter dieses Tages in Basse Terre (da wo wir wohnen) war den ganzen Tag geprägt von Sintflutartigen Regenschauern, die vollkommen normal sind, weil die großen Wolken an den Bergen hängen bleiben, allerdings erstmal gewöhnungsbedürftig. Während wir auf unserer überdachten Terrasse die good old Nudeln mit Tomatensoße genossen, plätscherte es auch so dahin und wir setzten bei der Planung des Nachmittages alles auf eine Karte: Botanischer Garten von Deshaies (unser aktuelles Dörfchen).

Perfekterweise schien der Plan Zustimmung beim Wetter zu finden. Es hörte nämlich genau für die 1,5 Stunden auf zu regnen als wie für 12 Euro pro Person, den wunderschönen, üppigen, bunten Garten besuchten.

Mein Highlight waren gleich die Kois im Eingangsbereich. Für 50 Cent konnte man an einem Kaugummiautomaten Futter kaufen und die Kois sind irre danach. Wie ein Fischwasserfall sah das aus. Beste angelegte 50 Cent. Die französische Rentnergruppe hinter uns, wollte das auch. Allerdings schien ihnen anscheinend 50 Cent zuviel dafür, so dass sie es einfach mit dem Sand, aus dem in der Nähe stehenden, Aschenbechereimer versuchten. Merkwürdig.

Für weitere 50 Cent konnte man in der Papageivoliere auch noch die Vögel auf sich sitzen lassen. Verrückt. Die beachten auch nur den, der das Geld reingesteckt hat. René sah innerhalb von Minuten aus wie ein Pirat, der ein Vogelcasting veranstaltet....

Sonst viele schöne Blumen, Palmen, eine Mimose, die sich wirklich zusammenzieht :-) ein Wasserfall und riesige Bäume.

Nach dem botanische Garten fuhren wir dann noch an den großen Strand in der Nähe - auch wenn es nun wieder regnete. Grande Anse..viel von gehört und wirklich schön. Der Sand ist 3 Nuancen dunkel und bräunlicher als, der den wir kannten und viel weitläufiger. Es war schon halb sechs und die Kokosnusssorbetverkäufer packten schon zusammen, dass Schild kündigte allerdings auch welches mit Passionsfrucht an - werde ich unbedingt probieren!






Bereit zum Unterwasser sein


Im botanischen Gärten


Rentnergruppe beim Fisch fuettern


grande Anse 

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